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von Gisela & Herbert Ruffer

Lernen von Sturmtief „Sabine“

In früheren Zeiten hat man versucht, durch ein abgeschiedenes Leben, z.B. in einem Kloster, innere Zufriedenheit und äußeren Frieden zu erreichen. Und vielleicht ist das auch immer noch der Wunsch und Gedanke, wenn sich Menschen von anderen zurückziehen, um nicht verletzt zu werden oder gar selbst andere zu verletzen. Aber Leben bedeutet Interaktion und dazu gehören leider auch beständig neue Grenzverhandlungen. Leben ist wie ein Spiegelkabinett, in dem ich mein eigenes und das Spiegelbild des anderen aufnehme und darauf reagiere, eine Veränderung oder Bewegung aufnehme und mich dazu verhalte.

Unsere innere Schwingungsfähigkeit ist da am meisten gefordert, wo viel Bewegung ist. Vor kurzem hatten wir in Deutschland das Sturmtief „Sabine“, dem viele Bäume zum Opfer fielen. Entweder waren es die Schnellanpflanzungen mit hohen Stämmen und flachen Wurzeln oder alte Bäume, die schon starr und von Krankheiten befallen waren. Für starken Wind im Leben brauchen wir stabile und tiefe Wurzeln, damit wir die Schwingungen gut aushalten und vielleicht sogar Freude daran finden, dem Wind ins Gesicht zu lachen.

Sich selbst und anderen Grenzen zu setzen, abwägen zu können, wann und wo welche Einschränkungen richtig und notwendig sind, gehört zu den Grunderfordernissen des Lebens. Wann sollte ich mich wehren und wann besser flüchten? Sollte ich mich tarnen oder trau ich mich zu sein und mich zu zeigen, als der, der ich bin? Das ist wahrscheinlich eine kleine Kunst und hängt ein wenig von der jeweiligen Situation und Stabilität ab. Sicher ist jedoch, dass sie erlernbar ist.

Also rufen wir Ihnen zu: Werden Sie zum Künstler und zur Künstlerin, denn auch in Zukunft werden Sie auf Gegebenheiten stoßen, wo man von ihnen hören sollte: „Jetzt reicht´s! Das geht mir zu weit!“

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